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Fachtag "Soziale Teilhabe" am 15.10.2019 in Vallendar

Fachtag "Soziale Teilhabe" - Teilhabe von Migranten: Netzwerkpartner tauschen sich bei Fachtag aus

Erster Kreisbeigeordneter Burkhard Nauroth zieht positive Bilanz - Wie können die gesellschaftlichen Teilhabechancen von Migranten gefördert werden? Wo haben Migranten Anfangsschwierigkeiten zu überwinden? Und wo funktioniert die Beteiligung gut? Um diese und weitere Leitfragenfragen ist es beim jüngsten Fachtag „Soziale Teilhabe in der WHU Vallendar – Otto Beisheim-School-of-Management gegangen. „Der Fachtag war uns wichtig, um mit den regionalen Partnern zu diskutieren, wie die Teilhabe der Migranten weiterhin verbessert werden kann“, sagt Burkhard Nauroth, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Mayen-Koblenz. Rund 130 Personen nahmen an der Veranstaltung mit Workshops teil, zu der das „Projekt ZWO – Zuwanderer integrieren, Wege bereiten, Orientierung geben“ der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz gemeinsam mit dem „Willkommensnetz Flüchtlingshilfe“ des Bistums Trier geladen hatte.

In seiner Eröffnungsansprache betonte Burkhard Nauroth, dass Die große und gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Integration und der Teilhabe von Migranten kann aus unserer Sicht nur gelingen kann, „wenn wir mit unseren Netzwerkpartnern, also den Institutionen, dem Ehrenamt und den Migrantenorganisationen der Region im Austausch bleiben und uns wechselseitig unterstützen.“ Gemeinsam könne man heute durchaus stolz auf das Erreichte sei – darauf ausruhen wolle und dürfe man sich aber nicht. „Wir müssen kontinuierlich an diesem Prozess arbeiten. Wir tun dies aus voller Überzeugung“, machte der Erste Kreisbeigeordnete deutlich.

Moderiert wurde der Fachtag von Abdul-Ahmad Rashid. Der Journalist, Islamwissenschaftler und Muslim ist seit Mai 2007 Mitglied der Redaktion Kirche und Leben e.V., die zur ZDF-Hauptabteilung Kultur und Wissenschaft gehört. Im Impulsgespräch mit den Migranten Ayse Kilicaslan und Mohammad Al Emam ging Rashid der Frage nach, wie sie „Soziale Teilhabe“ aus eigenem Erleben wahrnehmen. Die zum Teil sehr persönlichen Einblicke zeigten, dass die Migration der Gastarbeiter in den 1970er-Jahren deutlich schwieriger war, als in den vergangen Jahren. Viele Instrumente, insbesondere die Integrationskurse und regelmäßige Treffen der Flüchtlingshilfe in den Gemeinden, helfen heute, das Ankommen in der zweiten Heimat schneller zu ermöglichen. Und dennoch konnten beide von Momenten berichten, in denen sie ausgegrenzt oder benachteiligt wurden.

Grundsätzliche Definitionen und Erkenntnisse zum Begriff der Teilhabe lieferte Prof. Dr. Caroline Schmitt, Vertretungsprofessorin für Sozialpädagogik an der Universität Trier, in ihrem Fachvortrag „Flucht und Soziale Teilhabe“. Aus ihrer aktuellen Studie mit jungen Migranten in Rheinland-Pfalz steuerte sie Originalzitate bei, in denen die Interviewten Benachteiligungen in vielen Lebensbereichen erlebt haben, zum Beispiel in Jobsuche, Wohnungssuche und Schule. Die Befragten schilderten zudem Rassismus-Erfahrungen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Sprache.

Zum Thema Kommunikation über verschiedene kulturelle Erwartungen stimmte das Ampere Improvisationstheater die Teilnehmer auf den interaktiven Nachmittag ein. Anschließend starteten sieben Workshops zu den Themen „Arbeitsmarkt“, „Bildung“, „Seelische Gesundheit“, „Gesellschaftliche Teilhabe“, „Kulturelle Identität“, „Partizipation“ und „Spezialisierung vs. Ganzheitlichkeit“.

„Wir haben durch den Fachtag einige neue Ansätze gewonnen, die unserem Projekt in der alltäglichen Arbeit weiterhelfen werden“, zieht Burkhard Nauroth ein positives Fazit. Die vielfältigen Workshops hätten gezeigt, dass oftmals nur kleine Schritte erforderlich sind, die jedoch für die Teilhabe der Migranten eine große Wirkung entfalten können. „Nun geht es darum, diese Schritte gemeinsam mit den Netzwerkpartnern zu gehen“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete.

Durch den intensiven Austausch beim Fachtag wurde unter anderem deutlich, dass Migranten als erste Anlaufstelle für Alltagsfragen Migrantenorganisationen wählen - noch bevor sie öffentliche Stellen aufsuchen. Der Dialog der Organisationen mit den öffentlichen Stellen und unter den Migrantenorganisationen ist jedoch noch unzureichend. Hier sind die Aufnahmegesellschaft und die Migrantenorganisationen gleichermaßen gefordert. Das Projekt ZWO regt durch regelmäßige Informationsveranstaltungen mit „Pionieren“ aus den Migrantenorganisationen deren Vernetzung an. Die „Migrations-Pioniere“ melden Themen an, zu denen sie sich mehr Information, Kontaktstellen und Austausch erhoffen. Der Fachtag „Soziale Teilhabe“ und das Projekt „ZWO-Zuwanderer integrieren, Wege bereiten, Orientierung geben“ werden durch den Asyl- Migrations- und Integrationsfond gefördert.

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Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Integrations- und Migrationsfonds gefördert.

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